Aktuelle Tendenzen und Entwicklungen für Messeaussteller - Der neue Kurs für 2020

Konzentrierter Inhalt auf weniger Fläche

Tendenziell wird 2020 ein Jahr des kleineren Messestandes. Man versucht weniger durch große sperrige Objekte oder Maschinen zu punkten, sondern konzentriert sich eher auf die Möglichkeiten der modernen Zeit, welche auf virtuelle und somit kostensparende Simulationen setzt. Verdichten und Akzentuieren stehen genauso im Vordergrund, wie das zur Schau stellen von Expertenwissen und -können. Es gibt schließlich nichts, was der potentielle Kunde nicht auch schon im Internet recherchieren könnte. Leitlinien und spezielle Themen formen das Bild des zukünftigen Messeauftritts.

Persönlichkeit statt Larifari

Der inhaltlichen Vorbereitung von Messeauftritten wird 2020 ein größer Wert zugeschrieben als bisher schon. Denn ein großer Name allein reicht nicht mehr. Vielmehr geht es um das Definieren und Umreißen von Leitthemen. Unterscheidbarkeit durch Sachverstand lautet die Devise. Ausgestellt wird somit mehr und mehr der aktuelle Stand an Wissen, Technologie und Service und nicht mehr die gesamte Palette einer Firma. Dies entspricht auch der sich im Wandel befindlichen Erwartungshaltung des Messepublikums. Es ist the- matisch durch eigene Internet-Recherche bestens vorbereitet, kommt mit konkreteren Fragen und ist zuneh- mend differenzierter geworden.

Inhalt trifft auf Strategie

Nach wie vor investieren Unternehmen knapp die Hälfte ihres Marketingbudgets laut AUMA (Quelle) in den Messeauftritt. Die verfügbaren Mittel werden allerdings nicht mehr allein für den Standbau eingesetzt, son- dern fließen in Strategien zur Gewinnung neuer Kunden. Targeting lautet das Stichwort. Es werden hierbei spezifische Zielgruppen definiert und über digitale Kanäle mit hochwertigen, maßgeschneiderten Inhalten versorgt, denn ein Großteil der Fachbesucher lässt sich gern schon vor dem Messetermin thematisch abho- len. Wenn der Messebesuch für den interessierten Besucher zum realen Anknüpfungspunkt an das digitale Angebot wird, hat sich der Einsatz gelohnt. So kann im Gespräch vor Ort zielgenau an im Vorfeld platzierte Inhalte angeknüpft werden. Eine sinnvolle Strategie mit nachhaltigem Echo.

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Digitales Neuland

Zunehmend halten die sogenannten Millennials Einzug auf Messen. Für diese Generation ist die Verwendung digitaler Dienste zur täglichen Routine geworden und dies schlägt sich auch auf das zukünftige Messe- verhalten nieder. Ein Umdenken ist angesagt. Alte Strukturen werden überdacht und neu geformt.
Auch Aussteller nutzen vermehrt digitale Formen zur Anmeldung oder zur Standkonfiguration sowie wei- teren organisatorischen Angelegenheiten. Messe-Apps für Besucher mit Eintrittskarte, Ausstellerverzeich- nis, Geländeplan und weitere Services werden noch selbstverständlicher. Zur Aufnahme von Kontakten und Gesprächen setzen sich Apps durch. Papier war gestern. Lead Management Apps lautet die Zukunft. Grund dafür ist nicht zuletzt die sich ändernde Demographie in der Eventbranche.

Nachhaltigkeit ist Zukunft

Messen stehen seit jeher als Müllerzeuger negativ in der Kritik. In der heutigen Zeit steckt hier aber ein positiver Moment verborgen. Die verstärkte Konzentration auf den Nachhaltigkeitsgedanken kommt der Unternehmensprofilierung zugute. Hier kann der Messebesucher, mehr als man denken mag, positiv überzeugt werden. Stände werden demnach nicht mehr für jede Messe neu konzipiert und angefertigt, sondern folgen einem Erscheinungsbild, welches sich der Firma anpasst und nicht dem Produkt. Das ermöglicht deren teilweise oder vollständige Mehrfachnutzung. Eine positive Ökobilanz wird auch der Einsatz von VR-Inhalten haben, da sich die Transportkosten und die Logistik von großen Austellungsstücken reduzieren lassen. So werden beispielsweise auch Bodenbeläge für den Messestand mehrfach verwendet oder aber aus recycelten Materialien hergestellt. Diese können nach der Messe in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden.

Entspannte Atmosphäre

Bei der Messestandgestaltung spielen 2020 verstärkt Inneneinrichtungsaspekte eine große Rolle. Die At- mosphäre soll Verbundenheit und Sympathie zum Unternehmen schaffen. Dies kann durch verschiedene Maßnahmen umgesetzt werden. So wirken sich begrünte oder bepflanzte Flächen, bequeme Sitzmöbel mit einladender Beleuchtung oder Lounge-Ecken positiv aus. Das funktioniert vor allem dann, wenn durch erfolgreiche Strategien im Vorfeld eine Gesprächsgrundlage geschaffen worden ist. Statischen Vorträgen mit passiven Zuhörern stehen zunehmend Formate gegenüber, die auf einen lebendigen Erfahrungsaustausch setzen. Interaktive Methoden gewinnen zunehmend an Bedeutung und werden die Messelandschaft, wie wir sie noch kannten, in Zukunft neu formen.

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